23. September 2019
Mit diesen Fotos vom Grenzdenkmal in Wülperode im Harzvorland und vom Großen Bruch verabschiede ich mich für ein paar Wochen vom Grünen Band, da ich mich anderen beruflichen Aufgaben widmen muss. In Berlin findet der 1. Deutsche Hauswirtschaftskongress zum Thema „Nachhaltigkeit“ statt, über den ich berichte. An dieser Stelle danke ich allen Menschen, die mir auf den bisherigen 42 Tagesetappen am Grünen Band begegnet sind. Ich habe so viele engagierte Menschen getroffen, die sich für...

23. September 2019
Dort wo einst grenzüberschreitend Kohle abgebaut würde, entsteht heute ein grenzenloser See. Durch den Tagebau zwischen Helmstedt (Niedersachsen) und Harbke (Sachsen-Anhalt) zog sich einst die innerdeutsche Grenze. Kohle wird in dieser Region seit dem 18. Jahrhundert abgebaut. Im großen Stil begann die Kohleförderung 1873 mit der Gründung der Braunschweigischen Kohlenbergwerke (BKB). Nach 1945 baute die BKB unter sowjetischer und britischer Kontrolle Kohle ab und produzierte im Kraftwerk...

23. September 2019
Kümmern sich um neue, attraktive Wanderwege im Lappwald: Reinhard Duckstein, Viola Vorbrod und Thomas Kempernolte (von links)

21. September 2019
Veltheim am Fallstein in Sachsen-Anhalt ist ein kleiner Ort zwischen dem Höhenzug Großer Fallstein und dem Feuchtgebiet Großes Bruch. Das Dorf ist heute ein Stadtteil von Osterwieck. Ob es zu dem braunschweigischen Adelsgeschlecht von Veltheim eine Verbindung gibt, ist laut Ortschronist Rolf Maximilian nicht geklärt. Er schließt die Tür der vor wenigen Jahren renovierten Kirche St. Johannis auf. „Wir haben in diesem Jahr 450-Jahrfeier“, erklärt er mit Blick auf die Jahreszahl 1569...

21. September 2019
Nicht alle sind begeistert von der Idee, das Grüne Band Sachsen-Anhalt als Nationales Naturmonument auszuweisen. Es geht um Naturschutz und Erinnerungskultur. Gerade in Sachsen-Anhalt weist das Grüne Band mit einer Länge von über 300 Kilometern große Lücken auf, die geschlossen werden sollen. Doch Anrainer am Grünen Band, in erster Linie Landwirte, protestieren. Im Harzvorland in Wülperode bei Osterwieck zeigt Eberhard Reckleben auf einen großen Acker. Am Rand ist ein Heckenstreifen,...

19. September 2019
„Ich fühle mich nicht als Ostdeutsche, sondern als Deutsche“, sagt die 18-jährige Victoria Kirste, Schülerin des Fallstein-Gymnasiums in Osterwieck (Sachsen-Anhalt) am Grenzdenkmal zwischen Wülperode (Sachsen-Anhalt) und Wiedelah (Niedersachsen). Finn Rademacher, ebenfalls 18 Jahre, wohnt ein paar Kilometer weiter in einem Dorf in Niedersachsen und besucht die gleiche Schule. Die Busverbindung sei nicht optimal, aber er habe die Schule wegen des Fächerangebotes gewählt. Beide Schüler...

18. September 2019
Der Harz ist reich an Wasser. Aus Quellen und Bächen rund um den Brocken fließt sauberes Wasser in die Ecker und mit ihr in die Eckertalsperre. Eine gigantische Staumauer mit einer Länge von 235 Metern und einer Höhe von 65 Metern hält das Wasser im Eckerstausee. Wanderer, die über die Staumauer gehen, kommen an einer DDR-Grenzsäule vorbei – eine Erinnerung, dass die innerdeutsche Grenze mitten durch den Stausee ging und auch die 2,2 Meter breite Mauerkrone teilte. Während der...

17. September 2019
Kahlschläge und massenweise abgestorbene Fichten, für manche Harzbesucher ist das ein erschreckendes Bild. „Dies ist kein Waldsterben“, betont Dr. Friedhart Knolle vom Nationalpark Harz. „Aber es ist ein Signal, in welchem Zustand sich unsere Umwelt befindet.“ Der Pressesprecher des Nationalparks Harz wird nicht müde, dies Besuchern und Pressevertretern aus aller Welt immer wieder zu erklären. „Von Waldsterben würde man sprechen, wenn das Ökosystem Wald sterben würde. Doch hier...

16. September 2019
In diesem Jahr zum 100. Jubiläum des Bauhauses ist das Interesse an dem Diakonissenmutterhaus in Elbingerode im Harz in Sachsen-Anhalt sprunghaft gestiegen. Dieses architektonische Juwel von überregionaler Bedeutung als Vertreter des Neuen Bauens ist im Original erhalten. Es ist kein Museum, sondern eine lebendige diakonische Einrichtung. Das 1934 eröffnete Haus liegt ein paar Kilometer abseits des Grünen Bandes. Vielleicht war es ein Glücksfall der Geschichte, dass das...

14. September 2019
Der „Ring der Erinnerung“ fügt sich harmonisch in das Grüne Band ein. Es ist ein Kunstwerk in der Landschaft direkt an der ehemaligen Grenze oberhalb von Sorge im Harz. Der Künstler Hermann Prigann schuf 1993 einen kreisförmigen Wall aus aufgeschichteten Totholzstämmen. Der ehemalige Todesstreifen führt mitten durch den Ring mit einem Durchmesser von 70 Metern. Im Inneren des Kreises ragen fünf Säulen des alten Grenzzaunes mahnend aus dem Boden. Man könnte meinen, es sind Stacheln...

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